Kunsthalle UG

KUNSTHALLE UG

Regionale Kunstwerke in der Unterführung

Talente unterm Teer: 
Die Unterführung der Tramhaltestelle "Kongress am Park" verwandelte sich 2023 in die 'Kunsthalle UG', einen öffentlichen Raum und jederzeit zugängliches Atelier für zeitgenössische Kunst.

Welch ein einladendes Entree: Die Unterführung wird zum Schauplatz von Werken von Kunstschaffenden aus Augsburg und der Region. Der Kunstverein Schöne Felder e.V. mit Lisa Mc Queen, Sebastian Bühler und Bernhard Mcqueen möchte mit zeitgenössischer Kunst den öffentlich zugänglichen Raum verschönern. Außerdem sollen so auch junge Talente gefördert werden.

Finanziert wird die Ausstellung durch die Förderung „Kunst für uns - den öffentlichen Raum gestalten!“ des Freistaat Bayern über den BBK Bayern, Kongress am Park Betriebs GmbH und das Kulturamt der Stadt Augsburg. Lasst euch von den faszinierenden Ausstellungen überraschen, wenn Ihr zu Tagungen und Kultur-veranstaltungen im Kongresszentrum unterwegs seid.

Fasten your seatbelt im UG!

2025

Wann, wo, warum und wie mutig müssen wir im Jahr 2025 als Mensch und als Flinta* sein?

In der Kunsthalle UG, seit 2019 der Probenort vom Corner Chor, wollen wir mit „Fasten your seatbelt im UG!“ viele feministische Utopien aus dem Untergrund herauswachsen lassen – laut, zart, rebellisch – und sie gemeinsam mit dem Publikum weiterdenken. Wir präsentieren die grafische Vorschau unserer kommenden Performance „Fasten your
seatbelt!”, um Mut und unsere Perspektive darauf zugänglich zu machen, zu teilen und zu hinterfragen. Ein öffentlicher Raum für öffentliche Fragen und unsere Einladung, sich tiefer mit dem Thema Mut auseinanderzusetzen: mit Liebe, Wahnsinn, Humor, Wut, Energie und Empathie. Und auch mit Stolpern, so wie unsere Kommunikations- und
Tranformationsdesignerin Anna Lutzenberger sagt: "Mut bedeutet für mich, auch beim Gestalten zu stolpern, Fehler zu machen, müde zu sein und Raum einzunehmen.”

We fasten our seatbelts, and you?

Fotoausstellung von Fabian Schreyer und Dominik Kneißl

Straßenfotografie aus New York und Palermo

FABIAN SCHREYER
In New York sucht und findet Fabian Schreyer Poesie an der Bordsteinkante. Auf seinen kilometerlangen Stadtspaziergängen spürt er dem Ungewöhnlichen im Gewöhnlichen nach und hält seine flüchtigen Beobachtungen mit der Kamera fest: an Bord der Staten Island Ferry, am Times Square, im Herzen China Towns. Überall dort, wo die Großstadt pulsiert, destilliert er einzelne Augenblicke aus dem Alltagschaos
heraus und legt sie unter die Lupe. So wird eine intensivere Auseinandersetzung möglich – über den Entstehungsmoment hinaus und frei von Zeitdruck. 

Im Zusammenspiel fügen sich die ungestellten Momentaufnahmen zu einem Mosaik einer Millionenmetropole, die voller sehens- und sammelnswerter Geschichten steckt: „New York erschließt sich am besten zu Fuß. 30 Kilometer Laufstrecke am Tag – eher die Regel. Ich folge nur meiner Intuition und dem Spiel des Lichts. Schlendernd, nicht im Eiltempo der Einheimischen. Worum es geht? Ausscheren, sich ziellos treiben lassen, offen sein für Reize der Umwelt, die Surrealität des Alltäglichen umarmen, nie verlernen zu staunen. Das Theater des Lebens auf sich wirken lassen.“ 

Fabian Schreyer ist seit mehr als 15 Jahren als Straßenfotograf aktiv. Der gebürtige Augsburger ist Gründer des internationalen Kollektivs The Street Collective (bis 2020) und einer der Autoren des im Rheinwerk Verlag erschienenen Buches „Streetfotografie - made in Germany". Seine Aufnahmen sind regelmäßig im Inund Ausland zu sehen, zuletzt u.a. in der Soloausstellung „in limbo“ im Schaezlerpalais in Augsburg.

Die Aufnahmen aus New York entstanden während einer Reise kurz nach der US-Wahl, im November 2024.

Web: www.fabianschreyer.de
Instagram: @fabian_schreyer_street

DOMINIK KNEISSL
Verreisen, um zu fotografieren, war mehr oder weniger der Ausgangspunkt von Dominik Kneißls noch recht junger Fotografen-Karriere. Auf einem Kurztrip nach Bremen und Spiekeroog nahm er sich leihweise
eine Kamera mit – und entdeckte eine Leidenschaft, von der er bisher nichts wusste. Nun, zwei Jahre später, sind Bilder einer seiner Reisen ins Sehnsuchtsland Italien im Rahmen der Ausstellung Voyage, Voyage zu sehen. Sie entstanden im Spätsommer 2024 in der heißen, flirrenden Luft der sizilianischen Hauptstadt Palermo.

Kneißls Hauptaugenmerk liegt auf Menschen in alltäglichen, manchmal etwas absurden, aber vor allem sehr warmen, von liebevoller Zuneigung geprägten Situationen. Die Hitze Palermos, die Umtriebigkeit
der Stadt, das Innehalten von Einheimischen, die Emotionen von Touristinnen und Touristen, kleine, zärtliche Gesten sowie einzelne Momentaufnahmen an einem ganz normalen Tag in einer Metropole. Immer
aus der Sicht eines Beobachtenden, der ungesehen zuschaut, aus Ecken spitzelt, um Situationen einzufangen, die in ihrer Einfachheit und Alltäglichkeit so viel Besonderes beinhalten. Nie gestellt, immer echt. 

Fotografieren als Eskapismus, als buchstäbliches Ausbrechen aus dem Alltag in Form von Reisen und Bildern von kleinen, aber doch vielsagenden Momenten. Aber auch auf Konzerten, Ausstellungen, Partys, Festivals oder Festen – überall wo Menschen zusammenkommen, findet sich Liebe, gibt es lächelnde Gesichter, strahlende Augen, besondere Momente. Man sieht sie aber oft nur, wenn man genau hinschaut. Durch den Sucher der Kamera. 

Instagram: @magiccc.moments

Untenrum

2024 - 2025